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Im Lexikon werden die Grundaussagen des Heiligtums der Sieben Göttinnen unter Hinweis auf die Posts im Hauptblog authentisch wiedergegeben.

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Im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FAQ werden Häufig gestellte Fragen /Frequent Asked Questions beantwortet:

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Freitag, 19. November 2010

Vereinigung


Die Vereinigung betrifft eine der Hauptaussagen des Heiligtums, sie steht im Zentrum des Gottesdienstes. Darunter versteht man für ihre Dauer den Eintritt des Einen in das Andere, wodurch das Eintretende mit dem Anderen ein einheitliches Gemeinsames oder auch Ganzes bildet, dessen Teil nunmehr jeder ist. Das Gegenteil ist die Teilung, wenn aus dem Ganzen wieder Teile werden, als qualitatives Gegenteil gilt auch die Abgabe, wenn das Ganze zwar bleibt, jedoch von sich abgibt, wodurch ein von ihm unabhängiges Neues entsteht, das nicht zum Ganzen gehört. In der Natur findet die Vereinigung beim Geschlechtsakt statt, wo für ihre Dauer ein eigenes biologisches System entsteht, das die Eigenschaft zur Übertragung des Lebens auf ein neues Wesen erlangt, die jeder Teil für sich allein nicht besitzt. Gleichzeitig folgt hier aus der Vereinigung die Abgabe und in diesem scheinbaren Widerspruch liegt das Wunder des Lebens durch die Geburt. Begrifflich und im Allgemeinen lassen sich die Grundformen von Vereinigung und Teilung beliebig durchführen, nicht jedoch die Abgabe, da damit auch jeweils eine qualitative Aussage verbunden ist. Die Herstellung eines Ganzen durch Vereinigung stößt in der Realität ebenso auf Schwierigkeiten. Soweit Menschen in der Gesellschaft durch abgestimmtes Verhalten aufgrund vorgegebener Information Gemeinsames bewirken, kann eine Vereinigung nur virtuell erfolgen, das heißt sie entschwindet mit dem Willen der Beteiligten, wenn diese anderes wollen. Biologisch geschieht bzgl. der Beteiligten, wie sich teilende und differenzierende Zellen, zwar nichts anders, aber mangels Bewusstseins gilt dies nicht als virtuell, zudem wird hierdurch gerade das Bewusstsein selbst als Produkt des Werdens bewirkt. Der Mensch ist daher das Ergebnis fortlaufender Vereinigungen und gliedert sich selbst in den Prozess der Ausbreitung des Lebens durch seine sexuelle Vereinigung ein. Dabei ist er Teil einer über ihn hinausweisenden, mithin einer göttlichen Kraft, die die Welt belebt und die er in seinem Orgasmus erlebt. Die Erfahrung des Göttlichen bestimmt sein ganzes bewusstes Leben und er strebt nach dem, was in ihm zum Schauen gelegt wurde, das ist das Glück als der Blick, den die sinnbildlich als Göttin umschriebene Kraft ihm auf ihr Sein erlaubt hat, und seine Lust und Liebe, die er erfährt, wenn ihn die Kraft der Göttin ausrichtet. Das ist die einzige reale Form der Vereinigung, die dem Menschen möglich ist, was sich auch daraus ergibt, dass alleine hierin eine reale Verallgemeinerung seines Lebens erfolgen kann. Das Muster der Vereinigung wie auch die Vorstellung von einer gegensätzlichen Abgabe (etwa im Sinne der Kreativität) wirkt aber weit in den virtuellen Bereich des Kulturellen und Gesellschaftlichen hinein, wo der Mensch ebenso nach der Vereinigung mit anderen Menschen strebt, was selbst noch kulturelle oder sportliche Großveranstaltungen mit umfasst, denn in jedem Einzelnen wirkt stets die belebende Kraft der Göttin und im Zusammenkommen und Zusammenwirken stellt sich ein Gleichklang ein, den die Menschen in ihrer Vereinigung suchen. Diese Vereinigung kann aber nie ihren körperlichen Bezug verlieren, was im Geschlechtsakt selbstverständlich ist, aber auch im gesellschaftlichen Bereich unverzichtbar, denn das Erlebnis der belebenden Kraft der Göttin bedarf des Leibes. Mit der zum Zwecke der Vereinigung erfolgenden Einbringung des Körpers entblößt sich der Mensch, beim Geschlechtsakt tatsächlich, aber auch im gesellschaftlichen virtuellen Bereich persönlich. Die Entblößung erfolgt im Hinblick auf die Vereinigung, bleibt diese aus, so entsteht Schalheit und manchmal auch Scham. Dies erklärt auch die Schalheit nach dem Akt mangels lösender Vereinigung und ebenso den schalen Beigeschmack, der z.B. bei sexuellen Handlungen den Beteiligten verbleibt, wenn die Vereinigung ausbleibt oder aber sich nicht auf sie selbst erstreckt, wie stets beim pornografischen Voyeurismus. Im Heiligtum steht die Vereinigung in der Tradition der früheren Heiligen Hochzeiten im leiblichen Gebet an den Tagen der Göttin deswegen im Zentrum des Gottesdienstes, weil mit ihrer Hilfe der Mensch, in seiner Existenz das Ergebnis göttlichen Wirkens, den Weg zurück zur der sein Leben schaffenden göttlichen Kraft der findet und sich mit ihrer Energie vereinigt und hierbei den Leib der Göttin als seinen eigenen und den aller Beteiligter materialisiert. Dies gelingt dem Menschen nur, wenn er seine Vereinzelung überwindet und durch Verallgemeinerung der Lust und Liebe aller Beteiligten zu einer einzigen allgemeinen Lust und Liebe findet, das ist die der Göttin. In dieser Gemeinsamkeit wird er Glied der heiligen Familie. Hierin besteht allein der Sinn des Lebens des Menschen, nach Vereinigung, die ihm als sein Glück erscheint, zu streben. Den Zugang hierzu findet der Mensch im Sakralakt und stets, wenn ihn die Göttin mit ihrer Schönheit, die sich in allen Formen der Welt zeigen kann, lockt und er ihre Kraft als allgemeine Liebe erlebt. In der Vereinigung erfährt der Mensch die Realität des Anderen und zugleich die göttliche Gemeinsamkeit, die zur Grundlage auch seiner Verantwortung und Gerechtigkeit, durchaus vergleichbar der christlichen Nächstenliebe, anderen gegenüber wird.

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