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Im Lexikon werden die Grundaussagen des Heiligtums der Sieben Göttinnen unter Hinweis auf die Posts im Hauptblog authentisch wiedergegeben.

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Im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FAQ werden Häufig gestellte Fragen /Frequent Asked Questions beantwortet:

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Samstag, 13. November 2010

Schönheit

Mit Schönheit bezeichnen wir das subjektive Erleben eines Einzelnen, indem ein von ihm empfundenes Wohlbehagen mit einer bestimmten Wahrnehmung oder anderen Empfindung verbunden und dieses Behagen dem wahrgenommenen Gegenstand zugeschrieben und zugeordnet wird. Obgleich Schönheit damit eine subjektive Gefühlswahrnehmung ist, bezeichnet sie die Eignung des Gegenstands, das (subjektive) Behagen auszulösen, als schön und macht damit die Schönheit zu einer Eigenschaft des wahrgenommenen Gegenstands. Gegenstand kann dabei sowohl eine äußere wie ein innere Wahrnehmung oder eine Mischung von beidem sein und sich auch auf ein Geschehen, auch infolge gemeinsamen Bewirkens, beziehen. Schönheit ist somit als Eignung eines Gegenstands, allein aufgrund seiner wahrgenommenen Erscheinung ein Behagen auszulösen, zu umschreiben. In dem im Bewusstsein gespannten Kraftfeld zwischen den Glücks-/Unglückspolen treibt die Schönheit den Bewusstseinspegel in Richtung zum Glück. Etwas als schön zu empfinden, ist physiologisch eine Eigenschaft jeweils Einzelner, deren Gefühlswerte sich subjektiv dabei unterscheiden. Die Schönheit kann als eine in jedem Menschen gespannte Saite verstanden werden, deren Klingen nur in ihm wahrzunehmen ist, wovon aber über den Symbolen der Sprache und Gesten anderen Mitteilung gemacht werden kann und wodurch das Gefühl einer gemeinsamen Wahrnehmung von etwas Schönem entsteht. Da die Saiten jedoch weiterhin nur im Inneren eines jeden Einzelnen klingen, gibt es keine allgemeine alle verbindende und gemeinsame Saite mit einem objektiven Gehalt. Schönheit hat über die individuelle Wahrnehmung  hinaus nur als Begriff und damit als Symbol im Abstrakten Bedeutung und dabei nur den Inhalt, der ihm von anderen zugewiesen wird. Sie unterscheidet sich hier nicht von anderen Grundformen wie etwas das Gute. Eine allgemeine, das heißt über den Einzelnen hinausweisende reale Bedeutung hat die Schönheit jedoch dadurch, dass sie Teil des Instrumentariums ist, das das Göttliche, im Heiligtum durch die Vorstellung einer Göttin versinnbildlicht, bei der Belebung der Welt benutzt. Denn die sich als Kraft der Göttin vorgestellte allgemeine Lebenskraft, die zur Belebung die Welt befruchtete und seither mit ihrer Lust und Liebe sie durchflutet, bedient sich dabei der Schönheit, damit der Mensch diese Kraft der Göttin auch wahrnimmt. Die Schönheit ist eine Form der Wahrnehmung des Göttlichen als allgemeine Liebe, wodurch die Schönheit selbst einen realen allgemeinen Inhalt erhält. Mit der Schönheit verlockt die Göttin den Einzelnen und erzeugt so seine Lust, sich ihr zu nähern. Diese Erfahrung überträgt der Einzelne auch auf andere Wahrnehmungen und Erlebnisse, wodurch auch dort die Schönheit ihre Bedeutung erlangt, jedoch nunmehr nur noch einerseits als subjektives Erlebnis und zum anderen in symbolhafter begrifflicher Bedeutung. Als Teil der Kraft der Göttin indessen weist die Schönheit den Menschen zu dem göttlichen Willen. In der Natur verknüpfte sich die Schönheit eng mit dem sexuellen Erlebnis, eine Verknüpfung die wie alles beispielhafte Bedeutung auch für die Gesellschaft und deren Kultur erlangte. Dem Menschen legten die Götter mit der Schönheit  den Plan ihrer Schöpfung in die Seele. In der Schönheit spiegelt sich die belebende göttliche Energie als Energie der Göttin. In den Schönheiten der Erde erstrahlt die Schönheit ihres göttlichen Leibs, so auch und vor allem in der leiblichen Schönheit der irdischen Wesen. Die Schönheit verlockt die Leiblichkeit und damit die Menschen zum leiblichen Gebet. Wie alles, was göttlichen Ursprungs ist, ist die Schönheit selbst Grund, Zweck und Ziel für alles andere und bedarf des Herleitens selber nicht. Das Schöne vermittelt so in seiner Unabhängigkeit von jedem begrifflichen Sein nicht anders als die Wahrheit, die Lust und Liebe, ausschließlich Gründe für das Leben, wie sie dem Menschen insgesamt das Glück vermittelt. Das alles spiegelt das allgemeine Leben in seinem Bewusstsein wieder. Sich bei sich und in seinem Leben, auch dem zivilen Leben stets um Schönheit zu mühen, ist nichts anderes, als nach dem Weg der Göttin zu suchen. Schönheit ist vor allem bildlich, begrifflich zumeist nur im übertragenden Sinn, weswegen in der Kunst mit Begriffen versucht wird, Bilder zu erzeugen. Hier finden sich aber auch Ausnahmen, denn an der Göttin Schönheit kann alles und jedes teilhaben, wenn auch stets nur im Einzelnen. 

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