Hinweis

Im Lexikon werden die Grundaussagen des Heiligtums der Sieben Göttinnen unter Hinweis auf die Posts im Hauptblog authentisch wiedergegeben.

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GLOSSAR

Im Unterblog Heiligtum der Sieben Göttinnen FAQ werden Häufig gestellte Fragen /Frequent Asked Questions beantwortet:

ÜBERSICHT HÄUFIG GESTELLTER FRAGEN / FAQ


Montag, 19. November 2012

Bindungskraft



Mit der Bindungs- oder Verbindungskraft wird die mit dieser Richtung als Kraft bestimmte Wirkung der Energie bezeichnet, die die Verbindung von Einzelnem zu Gliedern eines Prozesses gemeinsamen Bewirkens verbindet, bei dem sich alle Beteiligten entsprechend einer ihnen vorliegenden Information verhalten. Das Bewusstsein des Menschen kann  diese Kraft als Liebe, in ihrer allgemeinen Form sogar als allgemeine Liebe und ebenso als Lust wahrnehmen und als Ziel bei seinem Streben nach Glück erkennen,  aber auch bereits bei der Kommunikation empfinden lassen. Indem der Mensch bewusst ihm mögliche Vereinigungen mit größter Intensität, wie die der sexuellen, herbeiführt, kann sich ihm die Verbindungskraft offenbaren, was er als eine Vereinigung mit dem Seienden wie bei der Galaktisierung erlebt. Die Verbindungskraft gibt den (der zugrundeliegenden Information zu entnehmenden) Beiträgen der an einem Prozess eines Werdens beteiligten Einzelnen die gemeinsame Richtung. Jeder Beitrag ist in seiner energetischen Wirkung so bestimmt, dass er zusammen mit den Beiträgen der anderen Beteiligten die von der Information bestimmte Wirkung erzeugt. Hierzu wirken alle Beteiligten so zusammen, dass sich die durch ihre Beiträge bestehenden energetischen Zustände entsprechend der sich durch die herzustellende Wirkung ergebenden Kraft ausrichten. Die Richtung, die die Energie in der Form der Kraft nimmt, ist die Verbindungskraft. Sie vereint das Einzelne zum Gemeinsamen, die einzelnen Beiträge zur der durch die Richtung der Verbindungskraft bestimmten gemeinsamen Wirkung. Die Verbindungskraft ist Teil des Werdens eines jeden Prozesses in dem Sinn, dass sie die Prozessrichtung bestimmt und dabei Einzelnes bei ihren jeweiligen vorgegebenen Beiträgen, zur bestimmten Zeit an bestimmtem Ort sich in bestimmter Weise zu verhalten, gemäß dieser Richtung verbindet. Sie liegt dem gesamten Universum oder auch allen Universen, sollte es sie geben, zugrunde, der belebten wie auch der unbelebten Welt. Wahrnehmen kann der Mensch sie unmittelbar bei ihrem Leben erzeugenden Wirken, wo sich die Zellen aus Einzelnem bilden, sich miteinander verbinden, nach Funktionen spezialisieren, zu Verbänden und Organen und schließlich zu ihrer sich selbst bewussten Wesen verbinden. Ebenso wenn Menschen zusammenwirken, um durch ihre aufeinander abgestimmten Beiträge die gesellschaftlichen und kulturellen virtuellen Erscheinungen zu bewirken. Funktion und Wirken der Verbindungskraft kann der Mensch indessen nicht erklären, da diese Kraft als unmittelbare Ausrichtung der Energie und damit als Wirkung des Seins sich seiner Erkenntnis, die nur zwangsläufige Abläufe wahrzunehmen, zu beurteilen und  auf Gültigkeit zu überprüfen vermag, verschließt. Durch die Eigenschaft seines Bewusstseins, das Erkennen in der Erkenntnis wieder selbst zu erkennen, kann er sie jedoch wahrnehmen und sie kann sich ihm in ihrer Bedeutung auch emotional offenbaren.  Soweit indessen die Verbindungskraft auch in der unbelebten Welt obwaltet, kann der Mensch Einsichten in ihr Wirken unmittelbar erlangen, weswegen die Grundlagenforschung dort und auch hinsichtlich der Voraussetzungen der allgemeinen Belebung der Welt von hohem allgemeinen Erkenntniswert ist. In der unbelebten Welt wirkt die Verbindungskraft nicht anders als bei den Lebensprozessen. Jedes Atom wird durch den Zusammenhalt seines Kerns durch die zur sogenannten großen Kraft gerichtete Energie und der ihn umkreisenden elektrischen Ladungen durch die als kleine Kraft bezeichneten gerichteten Energie gebildet und in seinen Zuständen (sowie die von Molekülen usw.), die der Mensch als unterschiedliche Eigenschaften der Materie wahrnimmt, bestimmt. Der Mensch kann jedoch die diesen Zuständen zugrunde liegende Information entschlüsseln und im Rahmen der Technik ist es ihm möglich, der Information entsprechende Verhältnisse wiederum selber zu bewirken. Hier bedient sich der Mensch der allgemeinen Verbindungskraft. Die Vorstellung von einer solchen Verbindungskraft entstammt auch nicht dem menschlichen Vorstellungsvermögen in dem Sinne, dass der Mensch gar nicht in der Lage wäre, die Zusammenhänge von Wahrgenommem anders zu verstehen. Mit seiner Erkenntniskraft kann der Mensch nur Änderungen (wie unter den Bedingungen von Kausalität und Grund sowie Ort und Zeit) begreifen und erklären. Dies ist ihm aber nur deswegen möglich, da er auch Vorstellungen von seienden und nicht nur werdenden Zusammenhängen (also auch außerhalb von Ort und Zeit und sich nach Ursache, Wirkung und Grund bestimmender Zwangsläufigkeit) kraft der Selbstbespiegelung seine Bewusstseins erlangen kann, wobei es aber im Gegensatz von -eigentlichen- Erkenntnissen dabei nur um Offenbarungen gehen kann. Hierauf gründen seine Vorstellungen von Gegenwart und Zeit, Raum, Realität (Wahrheit), Liebe, Lust und Glück, die allgemeine Lebenskraft und ebenso auch die Verbindungskraft, alles Erscheinungen außerhalb seiner eigentlichen Erkenntnis, dieser vielmehr vorgeben. Ebenso wenig wie die Realität und die Gegenwart kann der Mensch sich auch diese Kräfte nicht ausdenken, das heißt dass sich das Wissen um sie nicht aus eigentlicher Erkenntnis, sondern nur aus Offenbarung ergeben kann. Auch kann die Bindungskraft nicht mit der Vorstellung des Zufalls, wie er in den Mutationen obwaltet, erklärt werden. Zufall als Erklärung beinhaltet grundsätzlich eine Ablehnung oder auch Irrelevanz von Erkenntnis, eigenständige heuristische Bedeutung könnte ihm nur insoweit zukommen (wie in der Quantenmechanik), als mit seiner Annahme der Ausschluss jeglicher Zwangsläufigkeit der wahrgenommenen Zustände verbunden wäre. Außerhalb der Erkenntnis, die eine Zwangsläufigkeit der Zustände, auf die sich Erkenntnis bezieht, indes notwendigerweise voraussetzt, gibt es aber nur die Offenbarung, so dass Zufall dort allenfalls einen "Erkenntnisgrund" abgeben könnte, also mit metaphysischem Inhalt. Mithin ist die Vorstellung eines Zufalls als Erkenntnisgrund  im Bereich der eigentlichen Erkenntnis (im Sinne einer Verneinung jeglicher Zwangsläufigkeit) ohne jede eigene Bedeutung. Zur Erklärung des Wesens der die Welt bewirkenden Prozesse, das durch die Verbindungskraft gekennzeichnet wird, kann er nichts beitragen. Mithin nehmen wir die Verbindungskraft in ihrer eigenständigen Bedeutung wahr und erfahren hierbei die Richtung, die die Energie zur Bewirkung der belebten wie unbelebten Welt nimmt.   


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Montag, 8. Oktober 2012

Erkenntnis


Erkenntnis bezeichnet die Eigenschaft des Bewusstseins, durch die Sinne vermittelte (exogene) und/oder aus dem Gedächtnis erinnerte (endogene) Wahrnehmungen bewusst werden zu lassen und zugleich zu beurteilen sowie am Maßstab der Gültigkeit zu messen. Die die  Erkenntnis kennzeichnenden Eigenschaften von Wahrnehmung (Bewusstwerdung), Urteil und Geltung (Wahrheit) folgen aus der eigentlichen Funktion des Bewusstseins, ohne die eine Bewusstwerdung der Wahrnehmungen nicht möglich wäre.  Als Erkenntnis wird auch der Vorgang eines erfolgreichen Erkenntnisprozesses bezeichnet, Erkenntnisse selbst werden durch Wissen dem Bewusstsein beliebig verfügbar. Erkenntnis kann somit als gültig beurteilte Wahrnehmung umschrieben werden. Die Wahrnehmung selbst ist der psychologische Vorgang der Bewusstwerdung, die Beurteilung setzt die Wahrnehmung mit anderem in Zusammenhang und die Gültigkeit hebt sie als Wahrheit über den rein subjektiven Vorgang der Bewusstwerdung hinaus, worauf das Realitätsempfinden gründet. Die Gültigkeit betrifft als Gefühl die Wahrnehmung, nicht jedoch den Inhalt selbst im Sinne einer positiven Wahrheit, so dass (außerhalb einer Erleuchtung) diese Art der Verifizierung immer nur negative Bedeutung haben kann (im Sinne einer inhaltlichen Falsifizierung als nicht gültig, das etwas nicht gilt). Daher kann der Mensch im Hinblick auf anderes als sich selbst Erkenntnis nur durch Irrtum gewinnen. Als eine Funktion des Bewusstseins nimmt die Erkenntnis an der Erweiterung des Bewusstseins teil, die durch die Ermöglichung der Wahrnehmung des bewussten Selbst, also der Wahrnehmung der Selbstwahrnehmung eintritt. Infolge des Selbstbewusstseins kann ähnlich sich gegenüberstehenden sich unendlich selbst spiegelnden Spiegeln die Wahrnehmung der Wahrnehmung eines Wahrgenommenen theoretisch unendlich viele Stufen durchlaufen, wobei die Wahrnehmung einer jeden Stufe wiederum beurteilt und auf ihre Geltung geprüft wird. Dies begründet die Fähigkeit zur Abstrahierung, indem durch Weglassen einzelner Merkmale von Stufe zu Stufe die Wahrnehmung fortschreitend verallgemeinert wird. Der Erkenntnisprozess bleibt dabei aber ein höchstpersönlicher und damit subjektiver Vorgang, der nicht durch den in der Geltung begründeten Anspruch auf Objektivität (also Gültigkeit auch für andere) selber objektiviert werden, das heißt nicht zu vom wahrnehmenden Einzelnen losgelösten Ergebnissen führen kann. Der Einzelne besitzt zwar für seine Wahrnehmungen und Erkenntnisse einen Anspruch auf Gültigkeit und damit auf Realität, ohne indessen diese auch schaffen zu können (weswegen diese Eigenschaft nur zur inhaltlichen Falsifizierung taugt). Er hat eine Vorstellung von einem Sein als etwas, das „ist“ und auch ohne ihn selbst Bestand hat, kann aber kein Seiendes erschaffen. Er kann zusammen mit anderen durch ein abgesprochenes übereinstimmendes Verhalten etwas bewirken, wie das Virtuelle in Kultur und Gesellschaft, dessen reale Existenz aber stets nur eine Fiktion bleibt, die davon abhängt, ob und wie lange die an seinem Zustandekommen Beteiligten ihre hierzu erforderlichen Beiträge erbringen. Dieses gemeinsame Bewirken ist selber nur möglich, wenn die Beteiligten sich hinsichtlich ihrer Beiträge und Ziele abstimmen, sie mithin kommunizieren können. Die Kommunikation entfaltet die ihr eigene Bindungskraft über den Austausch von Information. Die Information muss dabei die jeweiligen inneren Erfahrungswelten der Einzelnen verbinden, wozu aber die biologisch bereits vorbestimmten Wege emotionaler Kommunikation einschließlich der sexuellen Intimkommunikation nicht ausreichen. Der informativen Kommunikation ist der einzelne Mensch nur dadurch und insoweit fähig, als er aufgrund der fortschreitenden Verallgemeinerung seiner eigenen (subjektiven) Wahrnehmungen Erkenntnisinhalte erlangt, die denen anderer aufgrund entsprechender Prozesse vergleichbar werden. Mithilfe von Symbolen, die solchen Erkenntnissen zugeordnet werden (wir sprachliche Begriffe), verständigen sich die Einzelnen hierüber, indem sie die zustanden gekommene Information einem als gemeinsam gewollten abgestimmten Verhalten zuordnen. Erreichen sie dabei das jeweils angenommene Ziel, dann war die Übereinstimmung des Informationsgehalts ausreichend. Das heißt, eine Übereinstimmung der jeweiligen in den Einzelnen vorhandenen Information kann nur im Sinne einer Optimierung im Hinblick auf die Gemeinsamkeit der verfolgten Ziele festgestellt werden, eine wirklich Übereinstimmung ist nicht möglich. Die insoweit im Sinne einer Erkenntnis erkannte Übereinstimmung der Information wird den dabei verwandten Symbolen zugeordnet. Somit ist Erkenntnis immer das Ergebnis einer Optimierung und nie absolut möglich. In diesem Sinne Absolutes zu erkennen übersteigt die Wahrnehmungsmöglichkeiten des Menschen. Der im Idealismus gleichwohl behaupteten allgemeinen Gültigkeit solcher durch Symbole repräsentierten Aussagen liegt daher als Begründung nur die begriffliche Verabsolutierung einer Fiktion zugrunde. Erkenntnisfähig ist zudem nur dasjenige, was in seinem Ablauf bereits als zwangsläufig vorgegeben ist. Alles Werden, damit jedes Leben aber auch die unbelebte Welt, erfolgt aufgrund einer bestimmten Information, die in ihrem Zusammenwirken die jeweils Beteiligten mit ihren hierbei erforderlichen Beiträgen umsetzen. Damit ist alles, was wird, das zwangsläufige Ergebnis der vorgegebenen Information, das gilt auch für das Denken und damit auch für jede Erkenntnis selbst. In diesem Zusammenhang hat sich das Erkenntnisvermögen gebildet, das mit seinen Regeln, die sich auch in logischen Gesetzen widerspiegeln, im Hinblick auf das Ergebnis (wie  das Leben) ausreichend ist. Daher vermag der Mensch nur Zwangsläufiges in Form von Veränderungen von Zuständen zu erkennen. Alles Werden folgt  aus der universellen Plastizität der Energie und damit auch des Seins, denn jedes Werden folgt aus einer Kraft. Eine Kraft ist gerichtete Energie. Die Richtung entscheidet über die Wirkung der Kraft. Die universelle Plastizität bedeutet, dass die Energie jede Richtung einnehmen kann, es bedarf nur der entsprechenden Information über die Richtung. Das heißt, sobald eine Kraft wirkt, ist sie gerichtet und folgt mithin einer Zwangsläufigkeit. Nur hierauf kann sich Erkenntnis beziehen. Deswegen kann der Mensch das Sein selbst nicht mit seiner Erkenntniskraft erkennen. Kraft des Selbstbewusstseins bezieht sich das Bewusstsein aber auch auf sich selbst, macht mithin jeden Prozess der Erkenntnis (genauer der Gewinnung von Erkenntnis) bewusst und schafft so Erkenntnis von Erkenntnis und deren Gewinnung und so fort. Diese Fähigkeit entspricht einer Quadratur des Kreises und ist nur dadurch erklärbar, dass sich in der Eigenschaft des Selbstbewusstseins andere Wesenheiten kreuzen. Im Heiligtum wird diese andere Wesenheit als göttlich definiert und unter anderem auch mit allgemeiner Lebenskraft oder Kraft der Göttin umschrieben. Für das Selbstbewusstseins des Menschen bedeutet dies, dass er auch die Wirkungen dieser Kraft wahrnimmt, mithin eine Kraft, die die Zwangsläufigkeiten des Werdens bedingt (bestimmt). Die menschliche Erkenntniskraft (mit Wahrnehmung, Urteil und Geltung) bezieht sich nur auf das zwangsläufige Werden, die Möglichkeit der Selbstbewusstmachung aber reicht darüber hinaus und verschafft dem Menschen dabei die Vorstellung von einem Sein und auch der Freiheit, die nichts anderes als die Spiegelung der universellen Plastizität der Energie bei der Bildung des Willens ist. Dies ermöglicht dem Menschen seine Fiktionen, wobei die erste Fiktion bereits in seinem Bewusstsein durch das Gefühl der Gegenwart erfolgt, die die Wahrnehmungen als gleichzeitig fingiert und hierauf das Realitätsgefühl bezieht und damit neben dem Zeitempfinden auch die Identität jedes Einzelnen begründet (die Grundlage für seine Handlungsfähigkeit aufgrund seines Willens ist). Im Übrigen dient die Vorstellung von einem Sein als Blaupause für alles Virtuelle, das die Menschen in Gesellschaft und Kultur gemeinsam bewirken. Die Bewusstwerdung dieser Zusammenhänge, vor allem die vom Sein und damit dem Göttlichen und damit aller Grundtatsachen des Lebens (wie die Schönheit, als die uns der Lebenswille der Göttin erscheint, aber auch Lust und Liebe und das Glück), bezeichnen wir als Erleuchtung und  es ist nur eine Definition, ob wir diese eine besondere Form der Erkenntnis nennen oder als eigene Art der Bewusstwerdung neben die Erkenntnis stellen. Die Erleuchtung erfolgt außerhalb des Messens durch Urteil und Geltung und Raum und Zeit sind dabei ebenso bedeutungslos wie Grund und Kausalität. Erleuchtung ist die Bewusstwerdung all dessen, das dem Leben zugrunde liegt. Der Mensch erfährt sich dabei als Teil der allgemeinen Belebung der Welt durch Geburt und Weitergabe des Lebens (durch Zeugung, Empfängnis und neuer Geburt), das einzige reale Allgemeine, dessen Wahrnehmung und auch Teilhabe er fähig ist. Dabei kann der Mensch aber auch die Zwangsläufigkeit und die ihren Abläufen jeweils zugrunde liegende Information erkennen, in die sich die allgemeine Lebenskraft und damit das Göttliche selbst begeben hat, als sie sich auf die Belebung der Welt mit Hilfe des Menschen und dessen Werden richtete und dabei den Menschen einschließlich seiner Freiheit zum Inhalt göttlichen Willens machte. Die Erkenntnis der allgemeinen Lebenskraft erstreckt das Bewusstsein auf das Göttliche. Diese Erkenntnis des Göttlichen gewinnt der Mensch dadurch, dass er sich der allgemeinen Lebenskraft und deren Einzelnes verbindenden Eigenschaften zuwendet, indem er die Vereinigung im leiblichen Gebet sucht. Nicht anders, als sich zwei Liebende im Geschlechtsakt zu erkennen vermögen, indem sie ihre jeweilige sie betreffende Lebenskraft, mithin ihre Seelen, vereinen und in der Vereinigung als gemeinsame erkennen können, geschieht dies in der Galaktisierung mit der allgemeinen Lebenskraft der Göttin. In der allgemeinen leiblichen Vereinigung des Menschen offenbart sich ihm das göttliche Sein in Form der die Welt belebenden Kraft. Das ist der Weg der Erleuchtung, die der Gläubige im Heiligtum in den sieben Graden durchläuft und im siebten Grad im Angesicht des Seins erfährt, wenn dieses sich zur allgemeinen Lebenskraft formt. Mehr vermag ihn sein Bewusstsein als Erkenntnis der eignen Erkenntnis nicht zu offenbaren. An diesem Punkt seiner Erkenntnis aber steht der Mensch vor dem Sein und der Energie, noch ungeformt durch die einer Kraft gebenden Richtung und er erfährt die universelle Plastizität aller Energie im Stadium ihrer eigenen Selbstbindung, nicht anders als die  Freiheit seines Willens vor seiner Entfreiung durch die Willensbildung. In diesem Augenblick höchster Erleuchtung hält auch der Mensch die universelle Plastizität allen Seins in seinen Händen, macht sie zum Gegenstand seiner Erkenntnis und erlangt deren Fähigkeit, eine jede Richtung mit seinem Willen einzuschlagen. Er wird in der Erleuchtung zu einem Teil göttlicher Allmacht. Dies ist der Grund, warum es immer wieder Menschen gab und gibt, denen die Welt in jeder Richtung offensteht und die Erkenntnisse gewinnen, die allein der Zwangsläufigkeit allen weltlichen Geschehens nicht zu entnehmen sind. Der Grad der Erleuchtung nimmt trotz der Grade, die ihrer Verdeutlichung dienen, gradlos zu und jede Erleuchtung weitet alle Möglichkeiten der Erkenntnis. Deshalb werden niemals alle Menschen an aller möglichen Erkenntnis teilhaben können, denn allein der Weg zum Beginn allen Werdens, dem Sein, heiligt den Einzelnen, der die Kraft seiner Seele zur Erleuchtung führt. Hier gilt keine Gleichheit, allein die sich in der allgemeinen Lebenskraft äußernde Liebe der Göttin erhöht durch ihre Erleuchtung den einen über den anderen. Wer aber der Erleuchtung teilhaftig geworden ist, der gestaltet mit der noch ungeformten Energie kraft deren universellen Plastizität die Welt, wenn sein Wille die von der Energie einzunehmende Form bestimmt. Wisset, vor der Macht der Erkenntnis beugt ein jeder seine Knie, nicht weniger wie vor aller Schönheit und damit vor jedem, auf den der Göttin Lust und Liebe fällt.

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Freitag, 10. August 2012

Erleuchtung


Mit Erleuchtung wird eine inhaltliche, also positive Erkenntnis durch Offenbarung verstanden. Dabei steht Offenbarung in einem Gegensatz zum verstandesmäßigen Ableiten einer Erkenntnis vor allem mittels logischer und vergleichbarer erkenntnistheoretischer Gesetzmäßigkeiten (wie Kausalität, dem Satz vom Grunde und vom Widerspruch, Ort und Zeit). Die Vorstellung einer erleuchtenden Offenbarung geht von einem positiven Wahrheitsbegriff aus und befindet sich damit im Widerspruch zu der Grundlage aller menschlichen Erkenntnis, diese nur durch Irrtum (Falsifikation) gewinnen zu können, wobei die Wahrheit allein einen negativen Inhalt (das etwas nicht geht) vermittelt. Der Wahrheit selbst ist ihre unmittelbare Gültigkeit immanent. Sie ist zwar ins menschliche Bewusstsein gelegt (hierauf beruht das Realitätsgefühl), der Mensch hat von ihr aber nur eine inhaltsleere Vorstellung, die auch als bloße Idee von einer Wahrheit umschrieben werden kann. Im Rahmen der Falsifikation entfaltet sie ihre unmittelbare Wirkungskraft (in der Erkenntnis des Irrtums). Mit einem positiven Inhalt ist sie nur als erleuchtende Offenbarung denkbar, das heißt mit einer inhaltlichen positiven Aussage (im Sinne eines Seins als seienden Zustand) würde ihre unmittelbare Geltungskraft eine allgemeingültige und nicht widerlegbare Wahrnehmung vermitteln. Diese Art der Erkenntnis wird daher auch vorwiegend in Bereichen postuliert, in denen die wissenschaftlichen, durch Falsifikation geprägten Erkenntnismethoden eine bestimmte Aussage nicht (im Sinne wissenschaftlicher Thesenbildung) belegen können, wie vor allem bei religiösen oder sonstigen weltanschaulichen Aussagen, wie generell bei metaphysischen Spekulationen. Auf Offenbarung berufen sich daher die klassischen Religionen, wie Juden, Christen und Muslime (in deren heiligen Bücher die Offenbarungen nach deren Glauben niederlegt sein sollen), aber nicht weniger viele moderne, selbst atheistische Weltanschauungen. Allen ist die idealistische Vorstellung gemein, dass Informationen die Form von allgemeingültigen Aussagen einnehmen können, wofür der wissenschaftliche Materialismus des Marxismus ein Beispiel gibt, einen Vorgang den man zurecht als Anmaßung von Göttlichkeit geißelt, weil die abstrakte Aussage einem Sein gleicherachtet wird. Hierin liegt aber im Ergebnis nur eine Instrumentalisierung der Vorstellung einer Erkenntnis durch Erleuchtung, die deren Kern als subjektives einzelnes Erlebnis nicht gerecht wird. Denn der eigentliche Akt einer erleuchtenden Offenbarung besteht in der höchstpersönlichen individuellen Erfahrung der Wahrheit, aus der die von ihr Betroffenen im Folgenden zumeist ihre sie motivierende Sprengkraft erhalten. Das heißt die Verallgemeinerung folgt erst aus der Instrumentalisierung. Mit anderen Worten kann man diesen Vorgang einer Erleuchtung auch als individuelle Wahrnehmung einer allgemeinen Gültigkeit umschreiben, bei der der Einzelne auf etwas real existierendes Allgemeines trifft. Das einzige real existierende Allgemeine, dessen der Mensch in eigener Wahrnehmung teilhaftig werden kann, ist die Eigenschaft seines Lebens als Teil eines allgemeinen die Welt belebenden Vorgangs, also Teil der allgemeinen Lebenskraft und damit nach Auffassung des Heiligtums der Kraft der Göttin zu sein. Diese Teilhaftigkeit kann er intellektuell weder herleiten noch ergründen, sondern nur (im Sinne einer Erkenntnis) wahrnehmen, wie sie den eigentlichen Inhalt des Bewusstseins als Bewusstsein seiner Selbst und der das Selbst belebenden Prozesse, des Werdens, bildet. Hierauf gründet auch das Realitätsgefühl und die Vorstellung von einer Gegenwart und damit von Zeit. Das heißt Gegenstand dieser unmittelbaren gültigen und absoluten Erkenntnis ist allein das Leben, weswegen man es in dieser Funktion auch mit einer Seele gleichsetzen kann, anders als nach dem herrschenden dualistischen Leib-Seele-Begriff. Das Leben nimmt der Mensch durch seine Gefühle wahr, wie es ihn die Liebe mit ihrer Leben begründenden Bindungskraft, die Lust als Freude am Werden und der Vorstellung eines Glückes, als den bewusst geworden Grund des Lebens, begreifen lassen. Hieraus folgt auch die besondere Bedeutung des Geschlechtlichen in diesem Zusammenhang, um die Unmittelbarkeit des Lebens zu erfahren. Wir sehen im Heiligtum in der belebenden Kraft eine Wirkung der göttlichen Potenz des Seins, als allgemeine Energie, die das Bewusstsein begreifbar macht. Sie enthüllt sich dem Menschen in allen Lebensformen und Lebensweisen als Schönheit des Lebens (die Liebe, Lust und Glück erfassbar machen). Die Schönheit ist der Plan der Göttin zur allgemeinen Belebung der Welt. Schönheit ist weder ergründbar noch kausal herzuleiten. Schönheit offenbart sich entweder oder sie wird nicht wahrgenommen. Daher ist die Schönheit die einzige Qualität des Lebens die nur durch erleuchtende Offenbarung erfahren werden kann. Denn sie spiegelt in ihrer Leiblichkeit nicht mehr und nicht weniger als den Leib unserer Göttin. Durch Erleuchtung vermittelte  Wahrnehmungen entziehen sich daher auch dem Wissen, sie sind gewissermaßen wissenslos. Denn Wissen verschafft dem Bewusstsein nur die Möglichkeit, (eigentliche) Erkenntnisse beliebig verfügbar zumachen. Gegenstände der Erleuchtung aber können mit den Mitteln der Wissens und in seiner virtuellen Form der Wissenschaft nicht begreifbar gemacht werden und entziehen sich daher auch deren Logik, gleichwohl erfolgende Versuche, wie in weiten Bereichen Theologie, bleiben notwendig dem virtuellen Bereich aller kultureller Erscheinungen nur verhaftet, können aber nie zum Kern der Offenbarung führen.

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Mittwoch, 25. Juli 2012

Leiblichkeit


Mit Leiblichkeit wird die Abhängigkeit des Lebens von der Materie umschrieben. Die Belebung der Materie erfolgt, indem die hierfür verantwortliche allgemeine Lebenskraft auf sie trifft. Sie ist ein leiblicher Prozess, bei dem eine allgemeine Energie auf die Materie stößt und dabei die betroffenen einzelnen Teile infolge der Bindungskraft sich in der Weise organisieren lässt, dass hieraus ein Leib entsteht. Die Energie selbst verfügt über Eigenschaften eines Seins (das heißt, sie ist vorhanden, ohne selbst bewirkt zu werden) und nimmt im Rahmen der ihr zukommenden universellen Plastizität die Richtung einer Kraft in Form der Lebenskraft an. Dies geschieht in der Weise, dass die hiermit verbundene Information an die einzelnen beteiligten materiellen Teile weitergegeben wird und diese sich zu lebende Einheiten verbinden lassen. Die belebende Wirkung beruht auf der verbindenden Kraft der hierzu gerichteten Energie. Der Schöpfungsakt besteht in dieser verbindenden Wirkung, die die sich entsprechend der vorgegebenen Information verhaltenden einzelnen Teile zu einem gemeinsamen Werden zusammenfügt. Dieser Prozess bleibt ein leibliches Werden, denn die Information selbst hat nicht Teil an dem Leben. Sie ist daher auch nicht dem Schicksal des Werdens unterworfen, das stets einen Anfang und ein Ende hat und damit sterblich ist. Die Information ist ihrer Bedeutung nach allgemein, da sie sowohl der räumlich wie auch zeitlich nicht begrenzten Vermittlung von Verhalten Einzelner bestimmenden Inhalten dient, als auch sich an eine Vielzahl einzelner Informationsempfänger richtet. Aus dieser scheinbar allgemeinen Gültigkeit folgern vor allem die Idealisten eine selbständige geistige Bedeutung der Information, die indessen ohne leiblichen Bezug jede eigene Bedeutung verliert. Nur in der Umsetzung in den Prozessen des Werdens kann sich die Gültigkeit einer Information erweisen, nicht anders als ein Rezept in einem Kochbuch. Hierin erweist sich auch der Primat des Leiblichen, Leben ist nur leiblich möglich. Viele Ideologien, vor allem idealistische, leugnen diesen Vorrang, indem sie dem informativen Gehalt Eigenschaften eines Seins beilegen und hierdurch dem transistenten Vorgang eines jeden Werdens und damit dem Leben selbst nur eine letztlich virtuelle Bedeutung zugestehen. Hierauf beruhte die Entleiblichung des Menschen im Christentum, in der der Leib selbst zur Last und seine Bedürfnisse zur Sünde erklärt wurden, wie sie als Folge der Verschriftlichung seit der Patriarchalisierung betrieben wurde. Damit wird aber unzulässigerweise eine Eigenschaft des der allgemeinen Belebung zugrundeliegenden Seins in Form der allgemeinen Energie auf die einzelnen inhaltlichen Vorstellungen übertragen. Hierdurch gelingt es, das Leben zu instrumentalisieren und das einzig leibliche Leben Einzelner bestimmten Interessen zu unterwerfen. Hierauf beruhen Missbrauch und Ausbeutung von Menschen, bis zur Forderung, deren Leben bestimmten Interessen aufopfern zu müssen, wovon die Geschichte voll ist. Der ideologische materialistische Gegenpol glaubt, allein durch Zusammenfügen von Information und Materie Leben schaffen zu können und unterwirft den Einzelnen und damit das eigentliche leibliche Leben ebenso allgemeinen Zielsetzungen, wie im Marxismus und auch im Sozialismus etwa dem eines Klassenkampfes. Damit wird wiederum eine Instrumentalisierung des einzelnen leiblichen Lebens bezweckt, um es einer Verallgemeinerung behaupteter Lebenszwecke zu  unterstellen. Indessen vermag weder der Geist, in seiner Eigenschaft als Information, noch die Materie, durch bloße Übernahme der Information, Leben werden zu lassen, sondern allein die verbindende und Einzelnes zusammenfügende Kraft der Energie schafft den Leib, wie sich daraus erweist, dass Leben stets nur in Ableitung von bereits bestehenden Lebensformen entstehen kann. Die Energie verstehen wir im Heiligtum als schöpfende Potenz und bezeichnen sie als göttliche Eigenschaft, in personalisierter Form auch als Gott oder Göttin, wobei das Bild der Göttin mit der ihr zugeschriebenen Fruchtbarkeit den Prozess der Belebung besonders zu verdeutlichen vermag. Diese Energie durchdringt den Leib des Menschen durch die von ihm empfundene Lust und Liebe und die Vorstellung von dem Glück. Dies sind Spuren der Göttlichkeit im Leben und in dem hierbei bewirkten Leib. Aus diesem Grund knüpft die Verehrung dieses Göttlichen wie im leiblichen Gebet  an diesen leiblichen Spuren an, da nur sie zum Ursprung des Lebens in Form der Göttinnen oder auch Götter führen können. Zu ihnen gelangt man nur über den Leib, indessen weder über den Geist (Information) noch über die Materie. Nur im Prozess des Werdens entfaltet sich die allgemeine Lebenskraft als Kraft der Göttin, die sich im leiblichen Gebet dem einzelnen Menschen eröffnet und sie ihre Bindungskraft als allgemeine Liebe erfährt. Aus der universellen Plastizität der göttlichen Energie, der auch die allgemeine Lebenskraft entstammt, folgt der Anspruch auf Vollständigkeit der Schöpfung, da im Rahmen der Universalität ein Jedes möglich ist. Der Mensch als hierbei bewirktes Ergebnis dieser Schöpfung erfährt diesen Anspruch als göttliche Liebe. Denn Vollständigkeit kann nur bedeuten, dass der Bewirkende sein entsprechendes Interesse auf die jeweiligen Ergebnisse richtet. Daher strebt die Göttin danach, sich mit dem Menschen wieder zu vereinen. In der Universalität des Prozesses ist die Vollständigkeit begründet. Die Liebe aber ist nichts anderes als eine Eigenschaft der göttlichen Energie, die das Einzelne zum Prozessganzen sich verbinden lässt, mit der Lust empfindet der Mensch das Werden und das Glück reißt den Himmel auf, um die Richtung seinem Streben vorzugeben. Dies erfährt der Mensch alles leiblich. Da Leben nur leiblich sein kann, lässt es sich auch nur über den Leib und dessen Bedürfnisse definieren. Die weitverbreitenden Versuche, das Leben und die Belebung mittels der Vorstellung vom Tod, also der Beendigung des Prozesses des Werdens, zu definieren, müssen scheitern und dienen allein ideologischen Zwecken.

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